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Side:Goethes moder.pdf/61

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pige kommer med betragtninger, der kun kan skyldes en erfaren, indsigtsfuld mand.»

Det er let at forstaa, at han under disse omstændigheder heller ikke havde lyst til at skrive til sin moder. Men to gange bryder hans følelser for hende igjennem; første gang den syvende december 1765, da han sender hende følgende hilsen:

«Obgleich kein Gruss, obgleich kein Brief von mir
So lang dir kömmt, lass keinen Zweifel doch,
Ins Herz, als wär die Zärtlichkeit des Sohns
Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust
Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,
Der tief im Fluss vor ew'gem Anker liegt,
Aus seiner Statte weicht, obgleich die Flut
Mit stürm'schen Wellen bald, mit sanften bald
Darüberfliesst und ihn dem Aug' entreisst,
So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich
Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom,
Vom Schmerz gepeitscht, bald stürmend drüberfliesst
Und von der Freude bald gestreichelt, still
Sie deckt und sie verhindert, dass sie nicht
Ihr Haupt der Sonne zeigt und rings umher
Zurückgeworfne Strahlen trägt und dir
Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.»

En end mere hjertelig tone finder man i hans andet digt til hende, den ellevte mai 1767:

«Grüss mir die Mutter, sprich, sie soll verzeihn,
Dass ich sie niemals grüssen liess, sag ihr
Das, was sie weiss – dass ich sie ehre. Sag's,
Dass nie mein kindlich Herz, von Liebe voll,
Die Schuldigkeit vergisst. Und ehe soll
Die Liebe nicht erkalten, eh' ich selbst
Erkalte.»